REISEN & SAFARIS

Tipps für den erfolgreichen Tiertrip und die tansanische Art zu reisen

Elephanten, Gnus, Löwen, Zebras, Krokodile, Leoparden, Nashörner - Die Nationalparks Tansanias gehören zu den Haupttouristenattraktionen des Landes. Eine Safari (Suaheli: Reise) kann in fast allen Teilen Tansanias unternommen werden, allerdings finden sich die meisten und schönsten Nationalparks im Norden des Landes. Darunter die berühmte Serengeti und der Ngorongoro-Krater, wo die berüchtigten "Big Five" gesehen werden können.

Ausrüstung

Für die Safari brauch es wenig eigene Ausrüstung, ein paar Dinge können allerdings sehr hilfreich sein: 

# gutes Fernglas (lieber zu groß als zu klein)

# Sonnenbrille

# Tuch um sich vor Fahrtwind und Staub zu schützen

# bequeme Kleidung

# Sonnencreme

# Ablenkung für die recht weiten Strecken (Buch, Musik, Spiele)

# gute Fotokamera (am besten eine Spiegelreflexkamera mit stabilem Teleobjekt - Kompaktkameras dienen kaum, da die Tiere meist in einiger Entfernung liegen und es im Auto sehr wackelt)

Mögliche Touren

7 Tage (6 Nächte) Safari:

Tarangire Nationalpark (2xBesuch, 1xÜbernachten) - Lake Manyara (1xBesuch, 1xÜbernachten) - Serengeti (3xBesuch, 3xÜbernachten) - Ngorongoro-Krater (1xBesuch, 1xÜbernachten)

 

5 Tage (4 Nächte) Safari (empfohlen):

Lake Manyara (1xBesuch, 1xÜbernachten) - Serengeti (3xBesuch, 2xÜbernachten) - Ngorongoro-Krater (1x Besuch, 1x Übernachten)

 

3 Tage (2 Nächte) Safari:

Arusha Nationalpark (1xBesuch, 1xÜbernachten) - Tarangire Nationalpark (2xBesuch, 1xÜbernachten)

Die Länge der Safari kann je nach Belieben und Budget selbst bestimmt werden. Auf jeden Fall sinnvoll sind vier bis fünf Tage (drei bis vier Übernachtungen). Damit kann man in die entfernteren Parks vordringen und muss nicht am dritten Tag abends zurückfahren. Eine maximale Dauer gibt es nicht, allerdings sind Touren von mehr als sieben Tagen für Natur-Normalinteressierte nicht geeignet.

Preise & Buchung

Safaris sind unterschiedlich teuer: Wer viel Geld zur Verfügung hat, zahlt für eine Luxus-Safari gerne mal 900 USD am Tag. Generell ist zu sagen, dass man für unter 150 USD keinen Anbieter finden wird. Die meisten einfachen Angebote liegen bei 200 bis 250 USD, allerdings lohnen sich 50 USD Aufschlag, denn mit 300 USD pro Tag bekommt äußerst angenehme Touren. Je mehr Personen an einer Safari teilnehmen, desto billiger wird die Tour. Generell sind im Preis immer die Übernachtung, ein Fahrer mit Fahrzeug, die Parkeintritte und eine Vollverpflegung mit Lunch-Paket enthalten. Sonderwünsche sind immer möglich, müssen aber natürlich vorher abgesprochen werden. 

 

Die Wildparkreisen lassen sich von Deutschland aus buchen, allerdings dann meist nur bei großen Safari-Anbietern. Eine sehr gute Alternative ist das Buchen vor Ort. In Städten wie Moshi oder Arusha finden sich lokale Anbieter zu Hauf, deren Unterstützung man nicht gleich ausschließen sollte. Wer Interesse an einem lokalen Anbieter hat, mit dem bisher sehr gute Erfahrungen gemacht wurden, kann sich gerne per E-Mail an den Vereinsvorstand wenden. Wir geben die Kontaktdaten gerne weiter. 

Ablauf der Safari

Die Touren starten meist früh am Morgen aus den nordtansanischen Städten Arusha oder Moshi aus. Die Safari findet ausschließlich aus dem Geländefahrzeug heraus statt. Die umgebauten Autos haben Platz für vier oder sechs Personen und sind komfortabel. Das Aussteigen ist mit seltenen Ausnahmen nur an Rastplätzen gestattet. Man muss sich also daraus einstellen, den ganzen Tag im Auto zu sitzen oder bei geöffnetem Verdeck zu stehen. Je nach Belieben fangen die Touren früh morgens oder am Vormittag an und gehen bis zum Nachmittag oder frühen Abend. Mit Einbruch der Nacht ist der Aufenthalte in den Nationalparks verboten, sodass bis dahin die Touristen den Park verlassen haben.

DIE TANSANISCHE ART ZU REISEN

Wer Taxi und Flugzeug meidet, bekommt einen Einblick in das Leben vor Ort.

Die meisten Touristen bewegen sich im Taxi oder mit Flugzeug fort. Die Tasanier nicht. Dabei ist der Verkehr im größten Land Ostafrikas mindestens genauso spannend, wie die Tiere im Nationalpark. Wer sich auf das Abenteuer "Die Tansansiche Art zu Reisen" einlässt, hat hinterher sicher mehr zu erzählen als "Und es waren so viele schöne Zebras..."

 

In Tansania kommt man immer an. Nur wann – das ist meistens die große Frage. Der Verkehr im größten Land Ostafrikas läuft über zwei Verkehrsmittel: Den Bus und das Motorrad. 

 

Je nach Länge der Fahrt staffelt sich die Verwendung der Fahrzeuge. Kurze Fahrt, besonders in abgelegenen Gebieten oder wenn es mal schnell gehen muss: Pikipiki - Motorrad. Mittellange bis längere Fahrt auf „normalen“ Straßen: Daladala - Kleinbus. Das Daladala ist ein mittelgroßer Van, der hinten mit so vielen Sitzplätzen wie möglich bestückt wurde. Der Fahrer, bzw. der „Schaffner“ versucht so viele Leute wie möglich in seinen Van zu quetschen, denn das bringt mehr Geld pro Fahrt. Folglich sind Daladala generell ein Gequetsche, Geschiebe und Gedränge. Die europäische Komfortzone wird auf Körperkontakt gestaucht. Die Tansanier sehen das ganz gelassen und man selbst sollte das ebenso sehen und einfach das Kleinkind halten, das einem in die Hand gedrückt wird. Eine Fahrt mit dem Daladala macht nicht nur großen Spaß, es ist auch die Art wie Tansanier sich fortbewegen. Man lernt eine Stück weit das "wahre" Ostafrika kennen. Für Überlandfahrten und schnelles Reisen (ab ca. 3 bis 36 Stunden) gibt es Reisebusse – je nach Preisklasse Modelle wie in Deutschland oder doch rollende Rostlauben.

 

Für jede Fahrt vor Ort gilt: Nachfragen und sich nicht übers Ohr hauen lassen. Eine 1,5-stündige Fahrt im Daladala kostet ca. 3000 Tsh (1,50 EUR). Fahrten auf dem Motorrad sind teurer. Hier bezahlt man für 5-10 min 1000 Tsh (0,50 EUR). Die Menschen sind generell sehr offen und freundlich. Also einfach den sympathischsten Tasanier oder die freundlichste Mama (Suaheli: Frau) raussuchen und nach dem Weg und Preis fragen. Ein Erlebnis wird es allemal!

 

Alle Informationen selbstverständlich ohne Gewähr.

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